„Ich muss nicht perfekt sein, um ganz ich selbst zu sein.“ Dieser Schlusssatz von Dr. Katarzyna Mol-Wolf in ihrem emotion-Artikel (01/02 2021) hat mich inspiriert eine Infografik zum Thema Perfektionismus zu gestalten.

Höher, schneller, weiter…

Ich selbst reflektiere meinen Perfektionismus seit vielen Jahren. Deshalb weiß ich, dass ich mich durch stetiges Lernen selbst optimiere. Und so meinen Klientinnen viel biete. Die extra Mile und hohe Qualität meiner Leistung haben mich schon oft weitergebracht. ABER, die Schattenseite ist hoher Zeitaufwand und öfter kommen persönliche Bedürfnisse zu kurz.

Kosten-Nutzen-Analyse des Perfektionismus

So gilt es abzuwägen: Was bringt mich weiter, was kostet nur Kraft. Pareto nennt man das schlaue Prinzip (80:20) das besagt, in 20 Prozent der Zeit schaffe ich 80 Prozent des Ergebnisses. Um auf meine angestrebten 100 Prozent zu kommen muss ich nun noch einmal 80 Prozent der Zeit einsetzen. Ist es der Perfektionismus wert?

Wann bin ich zufrieden?

Ich habe in folgender Infografik Ursprung, positiver Kern, was zu weit geht und Ziele aus meiner Sicht kurz zusammengefasst. (ohne Anspruch auf Vollkommenheit 😉)

Der Ursprung

Angeboren in der Persönlichkeit, in der Kindheit gelernt durch Bestrafung / Aufmerksamkeit, oder aus zwanghaftem Verhalten entstanden

Der positive Kern

Fehlerfreiheit, Optimierung, Genauigkeit, hohe Qualität, Präzision, Selbstoptimierung

Das geht zuweit

Kontrollzwang, Selbstzweifel, Perfektion ist das Maß für Richtigkeit und Erlaubnis für Stolz, Unsicherheit in eigener Identität, vermindertes Selbstvertrauen, Tunnelblick, Empfindung: es ist nie genug, nur den Fehler im Detail sehen, narzisstische Selbstverwirklichung

Das Ziel

Negativspirale aus Streben, Stress und Scheitern überwinden. Irrtum und Fehler für persönliches Wachstum, Kosten-Nutzen-Analyse: Was ist mir Perfektion wert?, Unvollkommenheit aushalten, kleine Lernschritte.

Die Erkenntnis

„Ich muss nicht perfekt sein, um ganz ich selbst zu sein.“

Dr. Katarzyna Mol-Wolf, in emotion (01/02 2021)

Ich habe mein Ziel erreicht, wenn du deinen Perfektionismus zukünftig hinterfragst.

Oute dich gerne in den Kommentaren: Hast du einen kleinen Perfektionisten auf deiner Schulter sitzen? Ja / Nein

Willst du mehr wissen?